Dezember 2021

Wiese, Extensivrasen, Gartenumbebung

Im „winterlichen“ Dezember geht es mit der Pflanzenpracht ruhiger zu. Dennoch herrscht buntes treiben im Garten und auch auf einer naturwertvollen Wiese, aber auch schützende Winterruhe.

Es ist einmal mehr die Stunde der Gartenvögel, die uns ein Naturerlebnis bescheren. Zugefüttert aber auch Futter der natürlichen Umgebung inkl. Rückzugsorte werden dankend angenommen.

Legende
1 + 2 = Extensivrasen und Gartenumgebung im Dezember; 3 = Wiese im Dezember

Legende
1 = Rotkelchen; 2 = Blaumeise; 3 = Amselmännchen; 4 = Rabe; 5 = Kernbeißer (Finkenart, die eher im Wald anzutreffen ist)

Vogelfütterung / Bodenfütterung

Ob eine Vogelfütterung ganzjährig sinnvoll ist oder nur im Winter zu empfehlen ist, darüber streitet nicht nur der „kleine Mann“. Auch Koryphäen haben dazu verschiedene Ansichten.

Ich möchte an dieser Stelle einige Gedanken loswerden.
Gärten und Äcker werden leider immer mehr uninteressanter für die Tierwelt.
Was manche für hygienisch und aufgeräumt halten, z.B. Steingarten oder Gitterzaun, ist einfach nur tote Natur.

Je kleiner der Vogel, desto mehr Energiebedarf hat er am Tag. Eine Meise frisst ca. 30% ihres Köpergewichtes am Tag. Sie verbringt den ganzen Tag mit der Futtersuche und dem Fressen.

Nun frisst sie nicht direkt am Futterspender, sondern fliegt dazu mit ihrer Nahrung in sichere Bereiche, z.B. Sträucher, Hecken, Bäume.

Es ist hoffentlich jetzt nachvollziehbar, dass kurze Wege für sie überlebenswichtig sind.

Übrigens, Vögel, z.B. die Meise, können Futter (Körner, Weichfutter, Insekten) unterscheiden und sind natürlich fürsorglich ihrer Brut gegenüber.
Die kleinen benötigen Insekten zum Heranwachsen. Die erwachsene Meise braucht aber auch Energie zur Futtersuche. Findet sie nun nur ein paar Insekten und Körner, gibt sie die Insekten an die Jungen ab.

Bodenfütterung und Hygiene

Es gibt Bodenpicker, wie die Amsel oder den Buchfinken, und Vögel, die ihr Futter von Sträuchern, Bäumen und z.B. Futtersäulen beziehen.

Es ist wichtig, dass das Futter nicht nass wird und dann schimmelt. Dafür helfen Futterteller für den Boden mit Wasserablauf oder sogar Futterstationen.

Streut man das Futter, wie im Video zu sehen, „lose“ auf den Boden, ist es hilfreich den Tagesfutterbedarf der Vögel auf Grund von Erfahrungswerten abschätzen zu können. Die Menge reicht dann auch! Man muss am Ende des Tages wenig wegmachen und Ratten werden nicht angelockt.

Der Grünspecht (aus dem Video), als Bodenpicker, interessiert sich generell übrigens nicht für das ausgebrachte Futter. Er findet den natürlichen Garten toll und hämmert auf der Suche nach schmackhaften Ameisen auf den Boden ein.

Die Amsel hat nichts gegen Laub auf dem Rasen. Hierunter könnten sich Käfer zurückgezogen haben.

Eine „unappetitliche Kotsituation“ ist bei jeder Fütterungsart aus hygienischen Gründen zu unterbinden. Das gilt umso mehr für Wasserstellen.

Übrigens, bzgl. Hygiene besitzen Futtersäulen gegenüber Vogelhäusschen den charmanten Vorteil, dass der Kot nach unten fällt. Vogelhäuschen sollten jeden Tag ausgefegt werden.

Ein Video aus der ARD – Mediathek zur Abrundung

https://www.ardmediathek.de/video/mein-nachmittag/mein-nachmittag-laube-voegel-fuettern-im-schrebergarten/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9jMmRiNTkyYi1kMjFkLTQ2ZmYtOGMzZC02NDdkYjdjNzYxNGQ/

Ein Video pro Ganzjahresfütterung

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