24.04.2020 – Über Extensivrasen, Aktionen und Bilder

Marienkäfer kopfüber

An diesem Tag standen mehrere Aktionen bei uns auf der Wiese – aber vor allen Dingen im Garten – an, die wir hier beschreiben.

Es geht um Pflege eines Extensivrasens, Gestaltung, Klima.

Zu dem Text gesellen sich viele Bilder.

Pusteblumen einsammeln

Nicht wirklich einsammeln, aber der Rasenmäher durfte im Garten tatsächlich ran. Grund war der gewöhnliche Löwenzahn. Über seine Verwendung schreibt Wikipedia …

Durch das frühe Erscheinen seiner Blüten ist der Löwenzahn eine wichtige Bienenweide, die der Entwicklung der Bienenvölker im Frühjahr dient, bei größeren Vorkommen aber auch eine Frühtracht-Honigernte ermöglichen kann. Löwenzahnhonig hat ein kräftiges Aroma, ist im frischen Zustand goldgelb und dickflüssig und kristallisiert feinkörnig zu einem dann gelblichen Honig aus. Für ein Kilogramm Honig muss ein Bienenvolk über 100.000 Löwenzahnblütenbesuche durchführen.

Vor allem Kinder bedienen sich des Blütenstandstieles, der, an einem Ende gespleißt, eine Minitröte ergibt. Reißt man den Blütenstandsstiel in Streifen und legt diese anschließend ins Wasser, bilden sich durch die unterschiedliche Saugfähigkeit der inneren und äußeren Wand Spiralen. Die Innenwand quillt stärker und bildet dadurch das Kurvenäußere.

Wikipedia

Seine Früchte an Flugschirmen sähen sich im Wind aus. Ein effektives Mittel dies einzudämmen ist der Räsenmäher.

Es gibt aber auch einen nachvollziehbaren botanischen Grund. Es entsteht dadurch ‚Luft‘ für die nachkommenden Sommerpflanzen (Klee, Kräuter, …)

Der Gundermann (siehe Bild 3 – 5) wird sich unter dem Messer des Rasenmähers ‚wegducken‘.

Bildlegende:
1 = Extensivrasen (Wiese) vor dem Mähen, 2 = Extensivrasen (Wiese) nach dem Mähen, 3 = Gundermann vor dem Mähen, 4 = Gundermann nach dem Mähen, 5 = Fläche nach dem Mähen, 6 = Um das Wiesenschaumkraut einigermaßen zu schonen, fuhr der Rasenmäher ‚Slalom‘.

Böschungsbegrünung

Für unsere Böschungsbeplanzung sowie die Unterpflanzung von vorhandenen Sträucher und Gewächse haben wir verschiedene immer-grüne Bodendecker, die einen halbschattigen bis schattigen Standort bevorzugen und eher anspruchslos sind, genommen.

In der Blütezeit werden sie u.a. von Bienen und Schmetterlingen (Rosenwaldmeister) angeflogen.

Gepflanzt haben wir:

  • Waldsteinie (Waldsteinia ternata); Blütezeit: April bis Mai
  • Gedenkemein (Omphalodes verna); Blütezeit: April bis Mai
  • Rosenwaldmeister (Phuopsis stylosa); Blütezeit: Juni bis August
  • Eine Spiraea – Art

Wiesenbilder

Bildlegende:
1 = Ahorn und Eiche fangen an zu grünen, 2 = Die Vögeln fühlen in den Tannen sehr wohl. Ob einige darin wohl auch brüten?, 3 = Es wird bunt, 4 = Vergissmeinnicht, 5 = Es wird bunt an der Mauer, 6 = Wiesenminze, 7 = Hummel am Gundermann, 8 = Wegerich, 9 = Die Distel wächst und gedeiht, 10 = Margeritenknospe , 11 = Karde, 12 = Das Johanniskraut entwickelt sich prima.
🙂

Reinwachsen – u.a. Extensivrasen und Klima

Berliner Tiergartenmischung ;-)

Was ist eigentlich Extensivrasen?

Es ist eine Wildrasenmischung. Man kann sie käuflich erwerben.

Zur Pflege ist wichtig, dass man nicht mäht.

Das können Sie auch günstiger und einfacher haben:

Mähen Sie Ihren (Intensiv-) Rasen einfach nicht.

Wieso, weshalb, warum ?

Der gemeine Rasen, der im Garten derzeit weit verbreitet ist, wird durch den Klimawandel (Stichwörter – Trockenheit und Hitze) überlebensunfähig.
Auch die beliebte „Berliner Tiergartenrasenmischung“ ist dafür nicht geeignet.

Einen Intensivrasen bei Trockenheit – und solche Verhältnissen darf man leider immer öfters vermuten – ansehlich zu halten ist quasi unmöglich ohne kostbare Ressourcen, z.B. Wasser, in großen Mengen zu verbrauchen.

Es ergibt Sinn über Alternativen nachzudenken, und eine gute Alternative ist der Extensivrasen. Er wird 2 -3 mal im Jahr gemäht und es gesellen sich – je nach Standort – zu den Gräsern (nach und nach) Kräuter dazu.

Die Fläche, die nicht für Freizeitaktivitäten genutzt wird, wird zur Blumenwiese. Ein Schlaraffenland für Bienen, Schmetterlinge & Co.

Jakobskreuzkraut

Auf unserer ‚wilderen‘ Wiese ist Jakobskreuzkraut aufgetaucht.

Im Futter (Heu) ist Jakobskreuzkraut lebensgefährlich bis tödlich für Tiere.

Wir werden es entfernen.

Update: Momentan befindet sich kein Jakobskreuzkraut auf unserer Wiese. Auf dem Bild ist eine Weg – Rauke zu sehen.

Der vollstänigkeithalber muss man aber auch erwähnen, dass der imposante ‚Spezialist‘ Jakobskrautbär, ein Schmetterling, genauso wie die Raupen auf das Jakobskreuzkraut angewiesen sind.

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